Friedrich Gräsel

Working heart. Skulptur und Zeichnung im Dialog

Friedrich Gräsel – Working heart.

Skulptur und Zeichnung im Dialog

14. April bis 28. April 2018

VAN HAM Art Estate präsentierte anlässlich der Art Cologne 2018 eine umfangreiche Ausstellung zum Œuvre des deutschen Bildhauers Friedrich Gräsel. Zahlreiche prominente Gäste von Rhein und Ruhr, darunter Linde Rohr-Bongard, Dr. Hans Günter Golinski, Direktor Kunstmuseum Bochum, Dr. Daniela Antonin, Direktorin des Düsseldorfer Hetjens-Museums und Dr. Volker Wagenitz, Vorsitzender von Kunst am Moltkeplatz in Essen, erlebten eine fulminante Ausstellungseröffnung mit über 250 Gästen. Die Besucher zeigten sich von der Inszenierung „Friedrich Gräsel. Working Heart – Skulptur und Zeichnung im Dialog“ begeistert, die vom 13. bis zum 28. April 2018 bei VAN HAM gezeigt wurde.

In seiner Eröffnungsrede betonte Markus Eisenbeis, geschäftsführender Gesellschafter von VAN HAM, die Bedeutung der komplexen Arbeit mit Künstlernachlässen durch VAN HAM Art Estate und stellte anschließend die neue Direktorin, Dr. Renate Goldmann, vor. Diese führte in einem lebendigen Dialog mit Titus Gräsel, Sohn des Künstlers, in das Leben und Werk von Friedrich Gräsel und in die von ihr kuratierte Ausstellung ein.

Der Bildhauer Friedrich Gräsel (Bochum 1927 – Osnabrück 2013) ist bekannt geworden durch seine moderne Formfindung und innovative Materialbandbreite, die in seinen Werken seit den 1960er Jahren zu finden sind. Von 1952 bis 1956 hat der Bochumer Künstler an der Kunsthochschule München und Hamburg u.a. bei Werner Haftmann, Ernst Wilhelm Nay und Fritz Winter studiert. Seine Werke sind u.a. vertreten im Lehmbruck Museum Duisburg, Folkwang Museum Essen, Skulpturenmuseum Glaskasten Marl, Sprengel Museum Hannover, Kunstmuseum Bonn und in der Hamburger Kunsthalle.

In der Ausstellung ergaben sich spannungsreiche Dialoge zwischen Skulpturengruppen und Papierarbeiten, die ästhetische Problemfelder und autobiografische Aspekte behandelten. Insbesondere hat sich Friedrich Gräsel in den 1980er Jahren mit der abstrakten Darstellung der Herzanatomie auseinandergesetzt, die auch im Bezug zu seinen Röhrenmontagen zu lesen sind. Darüber hinaus wurden Archivmaterialen aus dem schriftlichen Nachlass präsentiert, die sich im Universitätsarchiv der Ruhr-Universität Bochum (RUB) befinden und die VAN HAM Art Estate freundlicherweise für die Ausstellung zur Verfügung gestellt wurden.

Dr. Alexandra Apfelbaum, die den schriftlichen Nachlass bearbeitet, war ebenfalls eigens zur Eröffnung angereist. Ein weiterer Teil des schriftlichen Nachlasses befindet sich im Deutschen Kunstarchiv des Germanischen Nationalmuseums (GNM) in Nürnberg. Seit 2016 wird der künstlerische Nachlass Friedrich Gräsels von VAN HAM Art Estate betreut. Das Gesamtoeuvre des Künstlers ist nun im ersten Online-Werkverzeichnis von VAN HAM Art Estate zusammengestellt und auf der offiziellen Künstlerhomepage www.friedrich-graesel.de einsehbar

Seit 2016 betreut VAN HAM Art Estate den Nachlass von Friedrich Gräsel